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Döberitz war ein kleines märkisches Dorf, westlich von Berlin gelegen. Das preussische Militär wurde auf die die Landschaft um Döberitz herum aufmerksam und machte daraus ab 1895 einen der größten Truppenübungsplätze des Deutschen Reichs. Das Dorf verschwand komplett.
Döberitz war auch der Name des Flugplatzes, auf dem ab 1910 geflogen wurde. 1914 war das Fliegerbatallion Nr. 1 stationiert, mit vermutlich dem ersten Flugsimulator der Welt, Manfred von Richthofen wurde hier ausgebildet. Nach Ende des 1. Weltkriegs war es über der Heide nur kurz ruhig geblieben. Im 2. Weltkrieg wurde der Ruf Döberitz´ genutzt, um einen Luftkrieg zu planen. Das "Jagdgeschwader Richthofen" wurde Keimzelle vieler weiterer Geschwader und ein großer Teil der Luftwaffe Hermann Görings.
Nach dem 2. Weltkrieg nutzten die Siegermächte das Gelände anfangs als Flugplatz. Später sorgten russische Radarstellungen rund um Berlin für Informationen über den "Klassenfeind". Nach Abzug der russischen Einheiten 1991 wurde es wieder ruhiger. Die Bundeswehr nutzte danach rund ein Fünftel des Geländes weiterhin als Truppenübungsplatz.
Die Döberitzer Heide wurde insgesamt von 1713 bis 1991 militärisch genutzt und ist bis heute stark munitionsbelastetes Gelände.
Heute ist die Döberitzer Heide Naturschutzgebiet, hat viele Wanderwege und bietet Wildtieren neuen Lebensraum. So konnte u.a. das Wisent und Przewalski-Pferde hier angesiedelt werden.
In der aktuellen Entwicklung plant die Heinz-Sielmann-Stiftung jedoch auch, die Unzerschnittenheit des Natur- und Vogelschutzgebietes aufzugeben und hier das größte Solarkraftwerk im Havelland entstehen zu lassen. |
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Weitere Infors unter: www.doeberitzer-heide.de
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